Pfeiffersches Drüsenfieber – das ist wichtig zu wissen

Pfeiffersches Drüsenfieber
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Jeder hat es schon einmal irgendwo gehört – Pfeiffersches Drüsenfieber. Vielleicht hatte ein Mitschüler es während Ihrer Schulzeit oder Ihr Nachbar hat Ihnen am Gartenzaun von seinen damaligen Beschwerden berichtet. Doch was ist Pfeiffersches Drüsenfieber eigentlich? Wie steckt man sich an, was sind die Symptome und wie wird die Infektion behandelt? Hier finden Sie die Antworten die Sie suchen.

Was ist der Epstein-Barr-Virus?

Hat sich Ihr Kind mit Pfeiffersches Drüsenfieber (auch infektiöse Mononukleose) angesteckt, hat er sich den sogenannten Epstein-Barr-Virus eingefangen. Der Name setzt sich aus dem Namen des Entdeckers, Emil Pfeiffer und den Hauptsymptomen, Drüsenschwellung und Fieber, zusammen.

Bei Kindern unter zehn Jahren verläuft die Infektion dazu wesentlich harmloser ab als bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen. Viele der Symptome treten bei ihnen nur abgeschwächt bis überhaupt nicht auf.

Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern: Ansteckung und Inkubationszeit

Die infektiöse Mononukleose tritt vornehmlich bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und wird durch Speichel, in Form einer Tröpfcheninfektion, Kontaktinfektion oder Schmierinfektion, übertragen.  Deshalb wird die Krankheit umgangssprachlich auch Kuss-Krankheit oder Studentenfieber genannt wird.

Die Inkubationszeit des Pfeifferschen Drüsenfiebers, also die Dauer zwischen der Ansteckung und den ersten Symptomen, beträgt bei Kindern circa 10 Tage. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann sie hingegen sogar 30 bis 50 Tage andauern.

Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern: Symptome

Neben den Hauptsymptomen, Drüsenschwellung und Fieber, können auch viele andere Symptome das Krankheitsbild begleiten, dazu gehören unter anderem folgende:

  • Lymphknotenschwellung (Hals, Nacken, Achseln, Brust & Bauch)
  • Entzündungen des Rachenraumes bis hin zu einer Mandelentzündung (Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Mundgeruch)
  • Grippeähnliche Symptome (Müdigkeit, Kopf- & Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit etc.)
  • Luftnot
  • Lichtempfindlichkeit
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Orientierungslosigkeit
  • Hautausschlag

Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern: Diagnose und Behandlung

Die Krankheit kann sich also auf viele Arten bemerkbar machen und ist nicht immer auf den ersten Blick diagnostizierbar. Hegt Ihr Arzt allerdings einen Verdacht, wird er die verschiedenen Lymphknoten abtasten, um eine Schwellung festzustellen und den Rachenraum Ihres Sprösslings begutachten. Folgend kommt es zu einer Blutabnahme, da die Erkrankung mit Hilfe des Blutes eindeutig zu diagnostizieren ist. Das liegt daran, dass sich zum einen die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Laufe der Erkrankung verändert und zum anderen sogenannte „Drüsenfieberzellen“ im Blut nachweisbar sind.

Medikamente zur Behandlung des Pfeifferschen Drüsenfiebers gibt es nicht. Neben Schmerzmitteln gegen die grippeähnlichen Beschwerden, wie Fieber und Kopfschmerzen, wird bei starken Erkrankungen deshalb zusätzlich Kortison verschrieben.

Die medikamentöse Behandlung können Sie darüber hinaus unterstützen indem Sie folgende Ratschläge befolgen:

Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern: Verlauf und Spätfolgen

Zumeist ist infektiöse Mononukleose nach etwa drei Wochen weitestgehend abgeklungen. Bis zur vollen Rückgewinnung der Leistungsfähigkeit kann es allerdings noch einige weitere Wochen oder sogar einigen Monaten dauern.

Als Spätfolge vom Pfeifferschen Drüsenfiebers ist bekannt, dass jeder der sich einmal infiziert hat, sein Leben lang Träger des Erregers bleibt und jederzeit wieder daran erkranken kann. In der Regel tritt die erneute Infektion aber lediglich in einer abgeschwächten Form auf oder gar ohne Symptome.

Gibt es eine Impfung gegen die infektiöse Mononukleose?

Hier lautet die Antwort: Nein, denn bislang gibt es keinen Impfstoff gegen die infektiöse Mononukleose. Wer sich dennoch schützen möchte wird dazu angehalten Erkrankte zu meiden und auf Speichelkontakt zu verzichten.

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