Keuchhusten – mehr als nur ein bisschen Husten!

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Bildquelle: Photographee.eu/Shutterstock.com
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Keuchhusten (Pertussis) zählt zu den typischen Kinderkrankheiten. Die akute Infektion der Atemwege kann für Säuglinge lebensbedrohlich sein, aber auch bei älteren Kindern und Erwachsenen zu schweren Gesundheitsschäden führen. Ein ausreichender Schutz bietet also nur eine Impfung.

Was ist Keuchhusten?

Für den Keuchhusten typisch sind krampfartige Hustenanfälle, die in Abständen auftreten. Die heftigen und stoßweisen Attacken werden zudem von einem keuchenden, ziehenden Geräusch begleitet. Bei kleineren Kindern kann die Infektion schwerere Komplikationen (Lungen- oder Mittelohrentzündung) auslösen. Neugeborene und Säuglinge sind besonders gefährdet, da sie Atemstillstände erleiden können.

Keuchhusten Ansteckung

Keuchhusten ist extrem ansteckend. Der Erreger ist das Bakterium Bordetella pertussis, der nur beim Menschen vorkommt. Trifft der Erreger auf einen ungeimpften Menschen, entwickelt dieser mit mindestens 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Erkrankung. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also durch Niesen oder Husten. Der Erreger vermehrt sich dann auf den Schleimhäuten der menschlichen Atemwege und setzt das Pertussis-Toxin frei.

Keuchhusten Inkubationszeit

Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome beträgt etwa 7 bis 20 Tage. Nach dieser Zeit ist das Risiko, andere mit Keuchhusten anzustecken, am höchsten. Nach der 6. Woche klingt das Ansteckungsrisiko langsam ab.

Keuchhusten Symptome

Ähnlich einer Erkältung beginnt die Erkrankung mit Schnupfen, Niesen, leichtem Fieber, Heiserkeit und Husten. Danach treten nach etwa zwei Wochen die typischen Hustenanfälle auf und klingen nach mehreren Wochen langsam wieder ab. Fieber tritt dann selten auf, dafür häufen sich die Beschwerden in der Nacht. Bei Kindern im Säuglingsalter nimmt die Erkrankung oft einen besonders schweren Verlauf.

Gut zu wissen:

  • Das Erkältungsstadium hält ca. zwei Wochen an.
  • Das Anfallsstadium kann drei bis sechs Wochen dauern.
  • Das Erholungsstadium dauert ca. sechs bis zehn Wochen.

Keuchhusten Therapie

Eine frühzeitige Therapie mit Antibiotikum ist wichtig, denn dann heilt er schneller und unkomplizierter aus.

Wichtig: Antibiotika sorgt dafür, dass die Erkrankung weniger lange ansteckend ist. Dann verliert sich Ansteckungsgefahr etwa nach fünf Tagen.

Um die Beschwerden zu lindern ist es wichtig:

  • viel trinken,
  • Ruhe,
  • kleine Mahlzeiten,
  • und für kühle und feuchte Raumluft zu sorgen.

Schutz durch die Keuchhusten Impfung

Für Säuglinge ist es besonders wichtig, für einen weitreichenden Impfschutz zu sorgen. Der Keuchhusten ist bei ihnen oft mit Atemstillständen verbunden und damit sehr gefährlich.

Wichtig: Mittlerweile sind über 90 Prozent der Kinder im Vorschulalter geimpft. Die Impfung muss jedoch wieder aufgefrischt werden. Wer also nicht rechtzeitig daran denkt, ist nicht mehr ausreichend geschützt.

Der Impfschutz hält ca. 4 bis 12 Jahre an. Nach einer natürlichen Erkrankung ist man allerdings etwa 4 bis 20 Jahre lang immun.

Folgendes Impfschema wird empfohlen:

  • Impfung 1 bis 3: im 2., 3. und 4. Lebensmonat
  • Impfung 4: vom 11. bis zum 14. Monat zur vollständigen Grundimmunisierung
  • Auffrischung 1: mit 5 bis 6 Jahren
  • Auffrischung 2 : mit 9 bis 17 Jahren

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