Hand-Mund-Fuß-Krankheit (auch: Falsche Maul und Klauenseuche, HMF Krankheit)

Hand-Mund-Fuß-Krankheit
Bildquelle: MIA Studio|shutterstock.com
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Besonders in jungen Jahren wird der kindliche Körper nicht selten mit allerlei Krankheitserregern wie zum Beispiel Viren oder Bakterien konfrontiert, die mal mehr mal weniger harmlose Symptomatiken aufweisen. Eine der harmloseren Kinderkrankheiten, die häufig zwischen dem ersten und zehnten Lebensjahr auftreten, ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (auch: Falsche Maul und Klauenseuche, HMF Krankheit oder Hand-Fuß-Syndrom).

Was das eigentlich für eine Krankheit ist und alle Infos rund um Symptome, Diagnose, Behandlungen und wie man ihr Vorbeugen kann, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Maul und Klauenseuche? Was ist das?

Bei dieser, nach einem schlechten Horrorfilm klingenden Krankheit, die vermehrt bei Kindern und gehäuft im Spätsommer und Herbst auftritt, handelt es sich um eine zumeist harmlose Viruserkrankung der Gruppe der Enteroviren. Sie kann durchaus auch bei Erwachsenen auftreten und ist in jeglicher Form hochansteckend. Fälschlicherweise wird die Hand-Mund-Fuß-Krankheit oft als Maul und Klauenseuche bezeichnet, allerdings hat diese Infektion mit der echten Maul und Klauenseuche wenig gemeinsam.

Symptome: rote Flecken, Hautausschlag und Bläschen an Händen und Füßen

Die Symptome der Hand und Fuß Krankheit sind in den meisten Fällen eindeutig zuzuordnen. In den ersten Tagen können als typische Symptome der Hand und Fuß Krankheit Fieber, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, verminderter Appetit oder Übelkeit auftreten. Nach etwa ein bis zehn Tagen treten nun rote Flecken, Hautausschlag und Bläschen an Händen, Füßen, Gesicht und im Rachen auf Mundschleimhaut, Zunge und Zahnfleisch auf. An den Händen und Füßen kann die HMF Krankheit sowohl auf den Handinnenflächen als auch auf dem Handrücken auftreten. Zusätzlich können auch Po, Genitalbereich, Knie und Ellenbogen von der Hand und Fuß Krankheit betroffen sein. Die roten Flecken, der Hautausschlag und die Bläschen können zum Teil sehr schmerzhaft sein und einen Juckreiz auslösen. Pauschal lässt sich sagen, dass je älter der Patient, ist die Symptome schwächer auftreten.

Achtung: Es gibt allerdings auch Fälle (ca. 80%!), in denen die Krankheit unbemerkt und ohne Symptome auftritt, hochgradig ansteckend sind sie aber dennoch!

Was ist zu beachten und wie wird die Hand-Mund-Fuß-Krankheit übertragen?

Stellen Sie sicher, dass insbesondere kleinere Kinder ausreichend trinken und essen, auch wenn es weh tut.

Die Ansteckungsgefahr beläuft sich zumeist auf ungefähr eine Woche bis zehn Tage. Danach sollten Bläschen und Ausschlag, welche durch die austretenden Flüssigkeiten hauptsächlich zur Übertragung beitragen, verschwunden sein. Im Stuhl sind die Erreger allerdings noch einige Wochen nach der Genesung nachweisbar und ansteckend. Erst wenn alle Symptome verschwunden sind können Sie Ihr Kind wieder bedenkenlos in die Schule oder in den Kindergarten schicken.

Übertragen werden die Erreger durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion, also beispielsweise durch Husten und Niesen oder Speichel, sowie der austretenden Flüssigkeit der Bläschen.

Wie sieht die Behandlung des Hand-Fuß-Syndrom aus?

Nachdem der behandelnde Arzt mit Hilfe einer körperlichen Untersuchung oder Labordiagnostik eine Infizierung festgestellt hat, werden zumeist schmerzlindernde und entzündungshemmende Salben oder Tinkturen verschieben. Eine Therapie der Erreger gibt es nicht. Nach Bedarf können zusätzlich Fiebersenker und Schmerzmittel, wie zum Beispiel Nurofen für Kinder, eingenommen werden.

Welche Folgen kann eine Infektion haben?

In der Regel ist die HMF Krankheit nach circa acht bis zwölf Tagen ohne weitere Folgen auskuriert. Sehr selten kann auch eine Entzündung des Gehirns, der Lunge oder eine Herzmuskelentzündung, sowie Lähmungserscheinungen oder der Verlust von Finger- und Fußnägeln auftreten.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Ungeborenen und Neugeborenen

Infiziert sich eine Schwangere oder frisch gebackene Mutter mit dem Erreger und infiziert ihr Ungeborenes oder Neugeborenes, verläuft die Krankheit ebenso harmlos. Auch hier treten nur sehr selten Komplikationen auf.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Wie oft kann man sie bekommen?

Da die Hand-Mund-Fuß-Krankheit durch unterschiedliche Virenstämme ausgelöst werden kann, gibt es leider keine Resistenzen oder Impfungen. Eine erneute Ansteckung ist jederzeit möglich.

Wie kann man vorbeugen?

Wie bei allen bakteriellen oder viralen Infektionen spielt auch hier die Hygiene eine große Rolle zur Vorbeugung einer Infektion mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Sollte jedoch eine infizierte Person in Ihrer Nähe sein, meiden Sie direkten Hautkontakt und halten etwas Abstand. Natürlich helfen auch hier die prophylaktische Handwäsche und Oberflächendesinfektion.

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