Der Mumps

Mumps
Bildquelle: withGod/Shutterstock.com
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Der Mumps ist eine Kinderkrankheit, die höllisch weh tut. Für Kinder ist die Krankheit meist ungefährlich. Für Jugendliche und Erwachsene verhält sich die Sache ganz anders, denn die Erkrankung bleibt nicht immer ohne Folgen.

Was ist Mumps und ist er ansteckend?

Mumps, im Volksmund auch Ziegenpeter genannt, ist eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse. Die Erkrankung tritt meist im Frühjahr oder Winter auf. Übertragen wird sie durch die Tröpfchen der Mumpsviren, den so genannten Paramyxoviren. Die Tröpfcheninfektion erfolgt schnell und einfach, meist über Husten, Niesen oder Küssen. Das kann bereits sieben Tage bevor es zum Ausbruch der Erkrankung mit den typischen Hamsterbacken kommt, geschehen. In der Regel bricht der Ziegenpeter zwischen zwei und vier Wochen nach der Ansteckung aus. Die Erreger finden sich weltweit und stecken meist Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren an. Von Kindern, die nicht gegen Mumps geimpft werden, infizieren sich etwa 90 Prozent bis zu ihrem 15. Lebensjahr. Aber auch Erwachsene können an Ziegenpeter erkranken, wenn sie nicht geimpft sind oder als Kind diese Erkrankung nicht hatten. Wer einmal Ziegenpeter hatte, ist meist immun.

Warum ist Mumps gefährlich?

Bei jungen Frauen können die Mumpsviren die Eierstöcke befallen. Es entwickelt sich eine Entzündung und in manchen Fällen wird die Betroffene dadurch unfruchtbar. Die Viren sind während einer Schwangerschaft besonders gefährlich. Innerhalb der ersten drei Monate kann die Frau ihr Kind verlieren. Neugeborene erkranken nicht, wenn die Mutter bereits mit Mumps infiziert war. Die Säuglinge sind für einige Monate durch die Antikörper der Mutter geschützt. Auch für Jungen nach der Pubertät kann es bösen Folgen geben. Ihre Hoden können infizieren werden. Auch hier führt es im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit.

Mumps Diagnose

Das typische Anzeichen für den Ziegenpeter ist die Anschwellung der Ohrspeicheldrüse. Ist die Schwellung nicht vorhanden, können die Mumpsviren durch einen Test im Blut nachgewiesen werden.

Mumps Behandlung

Mumps kann nicht behandelt, lediglich die Symptome gelindert werden. Gegen die Schwellung helfen warme Ölverbände. Empfohlen wird der Verzehr von weichen, breiartigen Speisen. Auf saure Flüssigkeiten und Nahrung muss verzichtet werden, da die Speicheldrüsen damit zur Arbeit angeregt wird. Die Erkrankung und mögliche Komplikationen.

Folgende Komplikationen können bei Erwachsenen auftreten:

  • die Entzündung der Hirnhäute

Typische Mumps Anzeichen:

  • starke Kopfschmerzen mit steifem Nacken
  • die Entzündung der Hoden
  • eher selten: die Entzündung der Eierstöcke
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • seltener die Entzündung der Brustdrüsen und des Herzmuskels.

Sicherer Schutz durch die Impfung

Seit 1980 wird eine Schutzimpfung empfohlen. Die erste Impfung sollte zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat erfolgen. Eine zweite Impfung folgt in der Zeit vom 15. bis 23. Monat, aber frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung. Wurde die zweite Impfung verpasst, kann sie sinnvoll noch bis zur Einschulung nachgeholt werden. Die Zweitimpfung ist eine Auffrischungsimpfung. Meist erfolgt die Impfung in Kombination als dreifache Impfung Mumps, Masern und Röteln.

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