Schnell und einfach lesen lernen – so können Eltern unterstützen

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Bildquelle: Ilike/Shutterstock.com
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Lesen lernen gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten des Menschen. Dadurch eröffnen sich Möglichkeiten der Bildung, wir erfahren Neuigkeiten und können uns anschließend mit anderen austauschen. Lesen verbessert die Intelligenz und Konzentration, unterstützt eine gute Rechtschreibung und lässt Kinder nach einem hektischen Schultag zur Ruhe kommen. Deshalb ist es besonders wichtig, den Nachwuchs in dieser bedeutenden schulischen Lernphase entsprechend zu unterstützen. Doch was tun, wenn die Schule allein nicht ausreicht oder Sie einfach schon früher üben möchten? Zunächst einmal ist lesen lernen ein langer Prozess, welcher je nach Kind von einem halben bis hin zu zwei Jahren andauern kann.

Buchstaben lernen – schneller lesen lernen

Hieroglyphen haben schon die alten Ägypter fasziniert und ziehen noch heute viele Menschen in Ihren Bann, auf der unerbittlichen Suche nach ihrer Bedeutung. Kinder besitzen allerdings in den seltensten Fällen ein solches Durchhaltevermögen und Interesse an der altägyptischen Geschichte. Sorgen Sie also dafür, dass Wörter mehr als eine Aneinanderreihung von Hieroglyphen sind und Ihr Schützling das Alphabet bereits erlernt hat und versteht. Dies sollte immer die Grundlage sein.  Lernt Ihr Kind während des Buchstaben Lernens bereits wie sie betont und ausgesprochen werden, fällt ihm das Lesen lernen nachher wesentlich einfacher. Dort braucht es das erlernte nur noch zu erweitern und erkennt bereits selbstständig einzelne Wörter in aufeinanderfolgenden Buchstaben. Auch die richtige Aussprache fällt wesentlich leichter. Schlussendlich lässt sich also sagen, dass es empfehlenswert ist, vor dem lesen lernen dem Buchstaben lernen eine große Bedeutung zuzuschreiben.

Leseschwäche/Legasthenie vermeiden

Eine allumfassende Wunderformel gibt es leider nicht. Eine bestehende Legasthenie muss aber nicht heißen, dass die Intelligenz Ihres Kindes gering oder beeinträchtigt ist. Eine Leseschwäche kann ebenso bei sehr intelligenten Kindern, wie auch bei weniger Intelligenten auftreten und völlig unterschiedlich ausfallen. So kann eine Legasthenie lang andauernd oder kurzweilig, sowie leicht bis stark ausgeprägt sein.

Daran erkennen Sie eine Leseschwäche (Legasthenie) ab der 3. Klasse:

  • Langsames und stockendes Lesen
  • Viele Rechtschreibfehler
  • Verweigern von Vorlesen oder Schreiben
  • Nach dem Lesen ist der Inhalt unklar

Gibt es einen Legasthenie Test?

Unter schlaudino.com finden Sie einen kostenlosen Legasthenie Test, welcher Ihnen je nach Schulklasse unterschiedliche Fragen zum Lernverhalten Ihres Schützlings stellt. Er kann eine erste Orientierungshilfe sein. Bestätigt der Test Ihren Verdacht, sollten Sie unbedingt einmal mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer Ihres Sprosses Rücksprache halten und sich eine weitere Meinung einholen, sowie das weitere Vorgehen besprechen.

Lesen lernen, so können Eltern unterstützen

Der tägliche Weg in die Schule, der Einkauf oder der gemeinsame Zoobesuch am Wochenende bieten ausreichend Möglichkeiten, mit dem Kind das Lesen zu üben. Straßennamen, Bezeichnungen für Lebensmittel oder die Hinweisschilder mit den Tiernamen im Zoo – es finden sich im Alltag genügend Wörter zum Üben. Fahrten mit dem Auto lassen sich nutzen, um am Straßenrand fremde Städtenamen zu entziffern. Dabei sollte das Auto selbstverständlich etwas langsamer fahren. Auch wenn es am Anfang noch etwas holprig geht, Kinder haben Spaß am Lesen lernen. So erobern sie sich Stück für Stück ihre Umgebung.

Zwischenzeitlich gibt es auch für Lesestarter die Silbenmethode mit z.B. dem Lese Rabe, Ravensburger Verlag. Die Wörter werden in blau-rot in Silben dargestellt und ermöglichen den Kindern so, die Wörter einfacher zu entziffern. Dadurch kann man den Kindern den Lesestart erleichtern. Aber auch in der Schule kann einiges getan werden. So gibt es schon vielerorts die „Lesemütter„, die in den Unterricht kommen und die Erstklässler beim Lesen lernen unterstützen.

Lesen lernen üben – Ticks & Tricks

  1. Vermeiden Sie unnötigen Druck und achten Sie auf die Grundstimmung Ihres Schützlings. Ist es quengelig, müde oder mit dem Spielen beschäftigt, wird das lesen lernen üben im schlimmsten Fall zur Tortur für beide Seiten.
  2. Schrauben Sie Ihre Erwartungen zurück. Jedes Kind ist unterschiedlich und benötigt deshalb mal etwas mehr und mal etwas weniger Zeit um lesen zu lernen.
  3. Lesen Sie Ihrem Kind vor und lassen es mit ins Buch schauen. Führen Sie Ihren Finger beim Lesen mit über den Text.
  4. Sind in einem Buch viele Bilder, verbinden Sie die geschriebenen Worte mit den abgebildeten Bildern. Im Text steht das Wort „Löwe“, also zeigen Sie mit dem Finger auf das Wort und dann auf das Bild mit dem Löwen.
  5. Lassen Sie Ihr Kind selber Bücher und Themen aussuchen über die es lesen möchte
  6. Üben Sie auch Zuhause mit der Anlauttabelle oder Fibel die Ihr Kind in der Schule bekommen hat und wiederholen Sie einige Aufgaben zuhause.
  7. Basteln Sie eine Art MauMau aus Wörtern und Bildern, welche Ihr Kind selbstständig einander zuordnen muss. Dasselbe Prinzip kann auch auf einzelne Silben angewandt werden, aus denen Wörter zusammengesetzt werden oder Sie nennen ein Wort und Ihr Spross muss die Karte mit dem richtigen Wort finden.

Lesen lernen mit Buch oder online – unsere Empfehlungen

Gute Kinderliteratur weckt die Lust aufs Lesen lernen

Regelmäßiges Stöbern im Buchladen oder eine Anmeldung in der städtischen Bibliothek wecken bei Kindern ebenfalls Lust aufs Lesen. Es gibt eine Vielzahl guter Kinderliteratur für jedes Lesealter und wer sich im Bücherdickicht nicht zurechtfindet, fragt am besten den Buchhändler oder die Bibliothekarin. Im Internet finden Eltern regelmäßig Empfehlungen über besonders gute Kinderbücher. Mit dem Onlineangebot LUCHS stellt die Wochenzeitung „Die Zeit“ beispielsweise immer wieder die besten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbücher vor. Der Besuch einer Lesung kann Kinder ebenfalls zum Selbstlesen anregen.

Mit einem klassischen Buch, E-Books oder online?

Bevor Eltern Ihrem Nachwuchs ein elektronisches Lesegerät schenken, sollte fürs Lesen lernen auf das gute alte Buch zurückgegriffen werden. Nichts ersetzt das Gefühl des Seitenumblätterns oder das heimliche Lesen mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Außerdem finden es Kinder toll, ein Regal voller gelesener Bücher zu besitzen. Die Freunde stöbern sicher gern durch die vielseitige Kinderliteratur. Eine Auswahl empfehlenswerter Bücher finden Sie hier:

  • Lesemaus Sammelbände
  • Leselöwen – Die schönsten Silbengeschichten von Seeräubern
  • Conni Gelbe Reihe: Lesen lernen
  • Duden Leseprofi Buchreihe

Ist der Nachwuchs größer und hat bereits genügend Bücher gelesen, kann auf ein Kindle oder ein anderes elektronisches Gerät umgestiegen werden. Dennoch sollte auch zukünftig immer wieder ein schönes Buch auf dem Gabentisch liegen.

Online gibt es neben unzähligen YouTube-Erklärvideos auch einige Onlineplattformen, die beim Buchstaben und Lesen lernen helfen können. Wie wäre es zum Beispiel mit sofatutor.com oder scoyo.de? Hier kann gegen eine kleine monatliche Gebühr auf eine große Datenbank geprüfter Lernmittel zugegriffen werden, welche Ihren Kleinen altersgerechte Inhalte und Lernmethoden zur Verfügung stellen.

Ihr Kind hat bereits Probleme mit der Aussprache? In unserem Beitrag zur Sprachentwicklung erfahren Sie, was Sie beachten sollten.

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