Hausaufgaben selbständig erledigen – der pure Stress?

Hausaufgaben selbständig erledigen
Bildquelle: ISchmidt/shutterstock.com
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Der Schulranzen fliegt im hohen Bogen in die Ecke. Der Schultag wird abgehakt. Doch da sind ja noch die Hausaufgaben selbständig zu erledigen. Schon das Wort alleine ist für unsere Kinder und für uns als Eltern ein Reizthema. Kinder gehen eher langsam und lustlos ans Werk, Eltern wollen ein optimales Ergebnis oder gar die Hausaufgaben selbst erledigen. Doch das ist der falsche Weg. Wie können Eltern richtig helfen und was ist beim Thema Hausaufgaben selbständig insgesamt zu beachten? Hier einige Tipps.

Warum Hausaufgaben selbständig erledigen?

Den Hausaufgaben die kalte Schulter zeigen? Nein!
Die Aufgaben sind ein wesentlicher Bestandteil des schulischen Lernens. Durch die aktive Wiederholung des vermittelten Unterrichtsstoffes wird mit Erledigung das Gelernte wiederholt und gefestigt.
Die Zeitspanne sollte bei Grundschülern eine halbe bis zu einer Stunde pro Tag nicht überschreiten. Dies gilt auch bei der Vorbereitung auf ein neues Thema.

Häufige Probleme

Eltern haben oft eine andere Meinung als Ihre Kinder. Die Folge ist eine Auseinandersetzung mit ihrem Kind über die sorgfältige Erledigung der Aufgaben. Unsere Kinder kommen nicht selten mit sich selbst in Konflikt. Sie finden andere Dinge interessanter und die Hausaufgaben sinnlos und langweilig, insbesondere in der Pubertät.

Typische Anzeichen dafür sind, wenn unser Kind:

  • nicht weiß, welche Aufgaben es machen muss,
  • müde, genervt und lustlos ist,
  • unkonzentriert ist und seine Handlung immer wieder unterbricht,
  • die Hausaufgaben nicht versteht,
  • Unterstützung benötigt, diese aber von den Eltern nicht annehmen will, sodass es zu Machtkämpfen kommt,
  • die Aufgaben in Windeseile erledigt,
  • die Hausaufgaben „vergisst“, um mehr Freizeit zu haben.

Die Hilfe bei den Hausaufgaben

  1. Eltern müssen ihre Kinder langsam zu einer selbständige Arbeitsweise mit viel Geduld und Verständnis anleiten. Mit lauten Worten, Druck, Androhung von Strafen oder gar Kritik gelangen sie selten ans Ziel.
    Besser ist: Die Eltern sollen ihr Kind ermutigen, die Aufgabe zu bewältigen und nicht gleich die Lösung präsentieren. Die Lösungen können anfangs gemeinsam durch sinnvolle Fragen erarbeitet werden.
  2. Die Eltern können die einzelne Arbeitsschritte vorgeben, es sollte aber nicht zur Routine werden.
  3. Wird die Hausaufgabe prima erledigt, dann ist ein Lob von den Eltern eine tolle Belohnung.
  4. Klappt es nicht so gut oder sind die Aufgaben nicht fehlerfrei, sollte unser Kind nicht getadelt werden, sondern zum Weiterlernen ermuntert werden.

Eine gute Stimmung schaffen

Das A und O ist eine gute Lernatmosphäre und kein Zwang.

Dazu gehört:

  • ein übersichtlicher Arbeitsplatz
  • im Hausaufgabenheft nachsehen; nicht vergessen: erledigte Aufgaben abhaken
  • mit dem Einfachsten beginnen
  • möglichst wenig Ablenkung (Fernsehen, Radio, PC, Handy usw.)
  • feste Zeiten einplanen
  • Lob und Anerkennung

Die Selbständigkeit fördern

Am Anfang fällt es unseren Kindern nicht leicht, ihre Hausaufgaben selbstständig zu erledigen. Sie müssen erst lernen, dass die Erledigung der Hausaufgaben zum Schulalltag gehört.
Wichtig für die Eltern ist: Sie müssen es vermeiden, auf Ablenkungsmanöver einzugehen. Typisch wäre zum Beispiel, wenn unser Kind etwas trinken oder essen möchte, kurz auf die Toilette will oder etwas vergessen hat. Das alles muss meistens nicht sein und verlängert nur unnötig die Zeit.
Regen Sie durch kleine Hinweise zum Weiterdenken das selbstständige Denken an. Damit wirken Sie einer Bedien-Mentalität entgegen.

Fazit: Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es unterstützen. Lernen muss es aber selber.

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