Wieviel Nein muss sein?

Nein muss sein
Bildquelle: conrado/Shutterstock.com
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Eine gute Erziehung kommt nicht ohne Verbote aus – ein Nein muss sein – doch ein zum xten-mal wiederholtes „Nein“ schwächt die Wirkung. Eltern sollten es deshalb wie ein Heilmittel im doppelten Sinn anwenden – also nur im Notfall. Aber ein „Nein“ ohne emotionalen Anteil ausgesprochen, ist für kleine Kinder nur Geplapper. Also doch lieber etwas lauter werden? Löst das die Probleme?

Nein muss sein – Kinder brauchen Klarheit

Für kleine Kinder ist die ganze Welt ein großer Abenteuerspielplatz. Für sie wäre es der Himmel auf Erden, wenn Eltern nicht immer etwas dagegen hätten, diesen Spielplatz zu erkunden. Die Knirpse geben mit ihren Mittel kontra und in ihrer Trotzphase bringen sie ihre Eltern manchmal an die Grenzen. Klar ist, in diesem Fall müssen Eltern den kindlichen Entdeckerwillen bremsen. Und dann sollte das Kind auf ein Nein hören.

Entwicklung zu fördern, besteht eben auch darin, zu seinem Kind Nein zu sagen. Abgegrenzt und deutlich. Das Kind muss wissen, dass nicht immer und sofort alles da ist oder tun dürfen.

Warum tun das Kinder?

„Möchtest du jetzt essen?“ oder „Sollen wir dann zur Oma gehen?“ Solche Fragen kennen die Kleinen. Sie klingen gut und nett, aber sie verunsichern beide Seiten. Doch auf die Dauer sind die Kleinen damit überfordert, ständig selbst entscheiden zu müssen. Kinder brauchen Klarheit, Halt und feste Vorgaben. Zum Beispiel bekommen Kinder nicht selten beim Essen eine Extrawurst oder in anderen Situationen drängen sie sich in den Mittelpunkt, weil ihnen zu langweilig geworden ist. Natürlich ist das für die Eltern sehr anstrengend und unbequem, wenn sie standfest bleiben müssen. Doch gerade diesen elterlichen Standpunkt brauchen Kinder, um über die ganze Entwicklung hinweg einen eigenen Standpunkt finden zu können.

Was sollten Eltern tun?

Eltern müssen deutliche Antworten geben und Reaktionen zeigen. Trotzdem ist Geduld gefragt. Je mehr und öfter sie mit den Kindern schimpfen, desto länger dauert es, bis es im kindlichen Bewußsein verankert ist. Zum Beispiel, wenn ein kleines Kind dem Opa die Brille von der Nase nimmt, sollte er klar und entschieden, sagen: „Nein, das will ICH nicht!“. Oft wird aber ein: „Mit Brillen spielt MAN nicht. Die kosten viel Geld.“ daraus. Das ist einfach falsch! Wer in der dritten Person spricht, der kann nur wenig überzeugen. Es ist zu unpersönlich und baut keine Beziehung auf. Erwachsene würden nie so miteinander reden.

Nein muss sein – Fazit

Auf den Kern der Sache gebracht, brauchen Kinder Liebe und Grenzen. Nur damit gelingt eine gute Erziehung. Eines von beiden allein führt nicht zum gewünschten Erfolg. Eltern, die ihrem Kind Grenzen setzen, sind deshalb keine schlechten Eltern. Im Gegenteil! Aber Sätze wie „Ich will dich nicht mehr sehen!“ sollten aus dem Sprachgebrauch gestrichen werden oder auch das Kind mit ignorieren strafen ist ein schlechter Weg. Sparsam und deutlich eingesetzte Verbote sind immer noch die besten.

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