Kindererziehung – 10 Tipps die Erziehung einfacher machen

Kindererziehung wird durch 10 Tipps einfacher, Eltern können in einem Sitzsack entspannen
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Kindererziehung ist nicht immer einfach. Zeitmangel und Stress erschweren zudem zunehmend den Alltag von Familien. Konsequente Kindererziehung bleibt oft auf der Strecke, vor allem wenn es schnell gehen muss. Deshalb zeigen wir Ihnen im Folgenden 10 einfache Tipps, die Ihnen auf Ihrem Weg zum Erreichen Ihrer Erziehungsziele trotz Zeitmangel und Stress weiterhelfen können.

Tipp 1: Bedingungslose Liebe

Unseren Knirpsen die Aufmerksamkeit und Zuneigung zu schenken die Sie verdienen, fällt uns oft nicht ganz leicht, allerdings ist es so einfach! Babys und Kleinkinder verstehen oft mehr als wir zu denken vermögen. Ein Einfaches „Ich habe dich lieb“ gibt Sicherheit und Geborgenheit und bietet Ihm eine sehr gute Grundlage für ein vertrauensvolles Verhältnis zu seinem Umfeld. Wichtig für die Kindererziehung zu wissen ist, dass sie zum Beispiel bei einer Bestrafung, keinen Unterschied zwischen „Mein Verhalten war falsch“ und „Mama mag mich nicht mehr“ erkennen können. Bleiben Sie also immer sachlich und machen Sie ihm klar, dass Sie es immer noch liebhaben.

Tipp 2: Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen

Kindererziehung am Limit: Haben Sie auch manchmal das Gefühl den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen? Sie kommen gestresst und ausgelaugt von der Arbeit, müssen das Essen vorbereiten und Wäsche machen. Doch „Hallo!“ da ist ja noch jemand – Ihr kleiner Sprössling ringt um Ihre Aufmerksamkeit, klettet sich an Ihr Bein und möchte mit Ihnen Spielen. Klar reagieren wir dann oft genervt, werden patzig oder schreien sogar mal, auch wenn wir wissen das es falsch ist. Das ist menschlich. Versuchen Sie beim nächsten Mal einfach tief durchzuatmen. Dies entspannt nicht nur Sie sondern auch Ihren Nachwuchs. Erklären Sie ihm sachlich, dass Sie noch ein paar Dinge erledigen müssen, Sie aber gerne später mit Ihm sein Lieblingsspiel spielen, wenn es sich jetzt noch einen Moment selber beschäftigt. Glauben Sie mir – die Kinderaugen werden leuchten und Ihr Sohn oder Ihre Tochter lernt, dass es für artiges Verhalten belohnt wird.

Tipp 3: Reden Sie Mut zu

„Langsam musst du es doch verstehen!“ denken Sie sich, als Sie abermals merken mussten, dass jeglicher Versuch Ihren Nachwuchs an das Töpfchen zu gewöhnen gescheitert ist. Fehlender Lernerfolg kann in der Kindererziehung oft eine Folge von Unsicherheit sein. Sprechen Sie Ihrem Zögling deshalb gut Mut zu, ermuntern Sie es und geben Sie Ihm genug Freiraum sich mit dem ungewohnten Vorgang vertraut zu machen. Wichtig ist: Wenn etwas mal nicht so klappt wie Sie es erwarten, reagieren Sie nicht enttäuscht. Denn spürt Ihr Nachwuchs Ihre Enttäuschung kann dies ebenfalls zu Unsicherheiten führen.

Tipp 4: Fehler sind menschlich und dürfen gemacht werden

Es ist noch kein Meister der Kindererziehung vom Himmel gefallen. Aber so schlau Ihre Tochter auch sein mag und so sehr Sie sie lieben – bleiben Sie auf dem Teppich. Fehler machen ist menschlich und gehört zum natürlichen Lernprozess jedes Menschen dazu. Nur wer Fehler macht, lernt aus Ihnen und macht es beim nächsten Mal besser. Es geht nicht darum etwas in Perfektion zu beherrschen, sondern darum Ihrem Kind die Angst vor Misserfolgen und davor Neues zu probieren zu nehmen.

Tipp 5: Tadel – So dosieren Sie es richtig

Ein heiß diskutiertes Thema in der Kindererziehung. Wichtig zu wissen ist, dass für Kinder oft kein logischer Zusammenhang zwischen der Strafe und einem Fehler den sie begangenen haben besteht. Seinen Zwerg für eine angemalte Wand mit Spielplatzverbot zu bestrafen macht keinen Sinn, denn es versteht den Zusammenhang nicht. Besser: Zeigen Sie Grenzen auf. Gehen Sie zu der bemalten Wand und erklären ihm warum Sie nicht möchten, dass es so etwas noch einmal macht. Seien Sie direkt und bestimmt, aber nicht vorwurfsvoll. Denn auch hier kann es nicht zwischen „Mein Verhalten war falsch“ und „Mama mag mich nicht mehr“ unterscheiden (sehen Sie Tipp 1).

Tipp 6: Kleine Erfolgserlebnisse anerkennen

Unseren Kleinen immer nur zu sagen wie sie etwas noch besser, noch schöner oder noch schneller machen können ist in der Kindererziehung eher kontraproduktiv. Ihr Sprössling ist stolz auf sich, weil es geschafft hat einen Apfel zu schälen. Wenn Sie Ihm nun erklären, wie es die Schale noch sparsamer abschälen kann, vermittelt dies nur das Gefühl nicht gut genug zu sein. Wichtig zu wissen: Sobald Ihr Knirps etwas Sicherheit im schälen von Äpfeln gewonnen hat, wird es sich automatisch selber austesten und verbessern.

Tipp 7: Seien Sie ein Fels in der Brandung

Eines ist in der Kindererziehung essenziell: Sicherheit. Einem Kind, welches sich in Sicherheit gewogen fühlt und das Gefühl hat, dass Mama und Papa immer an seiner Seite stehen, wird es in späteren Jahren nicht an Selbstständigkeit mangeln. Wichtig ist natürlich, dass die Sicherheit nicht in Kontrolle ausartet. Es Bedarf auch in für Eltern schwierigen Situationen Raum für Selbstständigkeit. Wenn sich Ihr Zögling beim Klettern im Baum die Hand aufschürft rennen Sie nicht gleich los und holen einen Verbandskasten. Eine panische Reaktion Ihrerseits kann Ängste schüren und sein Selbstvertrauen schwächen. Sprechen Sie zu allererst mit ihm und Fragen es, ob alles okay sei. Vielleicht ist ja alles nur halb so schlimm und Ihr Nachwuchs kann sich bereits selber helfen.

Tipp 8: Bleiben sie konsequent – Nein heißt Nein

Sie sind morgens spät dran. Ihr Sohn möchte ein Käsebrot zum Frühstück, welches sie liebevoll zubereiten. Doch nachdem Sie ihm den Teller reichen, möchte dieser doch lieber ein Müsli zum Frühstück. In solchen Situationen neigen viele Eltern stressbedingt zur Inkonsequenz um einem bevorstehenden Konflikt zu entgehen. Das passiert jedem Mal, lassen Sie es aber nicht zur Gewohnheit werden. Kinder lernen schnell. Sobald Ihr Sohn oder Ihre Tochter gemerkt hat welchen Knopf er/sie drücken muss, ist es schwer das Verhalten wieder abzugewöhnen.

Tipp 9: Freiräume zum Entfalten schaffen

Egal ob beim Fußballtraining am Montag, Klavierunterricht am Mittwoch oder Chor am Donnerstag – ein voller Terminkalender bringt viel Abwechslung und Spaß ins Leben. Doch achten Sie bei der Kindererziehung und all der gut gemeinten Förderung auch darauf, dass Sie Ihren Sprössling nicht überfordern. Denn sie benötigen Zeit um sich selbst zu entfalten, Dinge zu entdecken, kreativ zu werden, eigene Talente zu entdecken oder auch einfach mal nichts zu tun.

Tipp 10: Nehmen Sie sich Zeit für die Kindererziehung

Schon die kleinen Dinge im Leben können oft die größte Wirkung zeigen. Ein gemeinsames Abendritual, zusammen auf dem Sofa faulenzen oder ein Zoobesuch schüren das Zusammengehörigkeitsgefühl, Teamfähigkeit und Rücksichtnahme auf Andere. Achten Sie darauf Versprechen einzuhalten und nicht kurzfristig einen Zoobesuch abzusagen, weil Sie Samstagmorgen doch noch etwas zu erledigen haben. Das führt nur zu Wut und Enttäuschung.

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