Krabbelgruppe oder Spielgruppe – Frühkindliche Förderung

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Bildquelle: Alena Ozerova/Shutterstock.com
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Kommt der Nachwuchs ins Krabbelalter, bietet sich der Besuch einer Krabbelgruppe oder Spielgruppe an. Dort lernen die Kinder beim gemeinsamen Spielen Gleichaltrige kennen. Für Eltern sind die Zusammenkünfte ebenfalls interessant, denn sie können sich mit anderen Eltern austauschen. Dabei spielen meist auch andere Themen eine Rolle. Das können Fragen zum Stillen sein oder Themen wie Schlafzeiten oder Kinderkrankheiten. Die Krabbelgruppen sind damit für Eltern eine wichtige Kontakt- und Informationsquelle.

Ab wann in die Krabbelgruppe?

Wie der Name „Krabbelgruppe“ bereits vermuten lässt, ist es ratsam erst zu starten, wenn Ihr Kind mit dem krabbeln anfängt. Ab diesem Alter kann Ihr Nachwuchs bereits erste soziale Kompetenzen erlernen und erweitern, da es mit den anderen Kindern selbstständig interagieren kann. Es gibt allerdings auch viele Eltern, die bereits im frühen Säuglingsalter eine Krabbelgruppe oder Spielgruppe besuchen. Hier geht es allerdings weniger um die Förderung der Sozialkompetenzen Ihrer Kinder, als um den Kontakt mit gleichgesinnten Eltern und Erfahrungsaustausch.

Was wird in einer Krabbelgruppe gemacht?

In der Regel wird eine Krabbelgruppe von einer Leiterin oder einem Leiter geführt, welcher auch die Treffen organisiert und ein Programm erstellt. Eine Krabbelgruppe soll in erster Linie der frühkindlichen Förderung dienen, sodass der Leiter oder die Leiterin bereits vorher plant, was genau im nächsten treffen fokussiert werden soll. Eigene Ideen und Anregungen durch die Eltern sind dabei eigentlich immer Willkommen. Dies können zum Beispiel Fingerspiele, Kinderlieder oder Bewegungsspiele sein.

Vorteile einer Krabbelgruppe

Ebenso profitieren die Kinder beim Spielen mit anderen Gleichaltrigen voneinander. Der eine kann vielleicht schon sitzen, der andere zieht sich bereits an einem Stuhl hoch. Kinder sind Nachahmer, wodurch Sie sich viel von anderen abschauen und nachmachen. Neben dem Kennenlernen gleichaltriger Kinder fördern Spielgruppen das soziale Miteinander unter den Kindern, verbessern die Motorik des Nachwuchses und unterstützen die Entwicklung der Sinne. Die Kinder hören die Stimmen der anderen Babys, sehen wie sich diese bewegen und treten in einen direkten körperlichen Kontakt. Besucht das Kind weder Krippe noch Kindergarten, sind die Spielgruppen für größere Kinder besonders wichtig. Denn mit dem Schulbeginn müssen die Kleinen in der Lage sein, sich in einer Gruppe – ihrer Schulklasse – zu integrieren. Hier bietet sich der Besuch einer Spielgruppe für größere Kinder an.

Welche Krabbelgruppen es gibt?

Die meisten Gruppen entstehen auf privater Basis. Werdende Mütter lernen sich häufig in Geburtsvorbereitungskursen oder in der Klinik kennen. So entstehen häufig enge Verbindungen, die weit über die Schwangerschaft hinaus andauern können. Da liegt es nahe, sich regelmäßig zu treffen und den Nachwuchs gemeinsam spielen zu lassen. Daneben gibt es eine ganze Reihe an Spiel- und Krabbelgruppen, die über Gemeinden, Mutterzentren oder Kindergärten angeboten werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Prager-Eltern-Kind-Programm, kurz PEKiP. Das Programm unterstützt Kinder in ihrer aktuellen Entwicklungsphase mit speziellen Spiel- und Bewegungsangeboten und bietet den Eltern von Anfang an eine behutsame Begleitung. Die ersten gemeinsamen Treffen sind bereits ab der vierten bis sechsten Lebenswoche des Nachwuchses möglich.

Wo sich die nächste PEKiP-Gruppe trifft, erfahren interessierte Eltern hier. Auf der ansprechend gestalteten Homepage ist eine Postleitzahl-Suche integriert. Nach Eingabe der eigenen Postleitzahl erfahren Eltern, ob in der Nähe bereits eine PEKiP-Gruppe existiert. Der Verein ist in ganz Deutschland organisiert. Aushänge in Kliniken, Mutterzentren oder beim Kinderarzt, das Gemeindeblatt oder über den direkten Kontakt zu anderen Eltern bieten Müttern und Vätern daneben die Möglichkeit, an Adressen und Zeiten der nächstgelegenen Spiel- oder Krabbelgruppe zu kommen.

Ihr Kind war bereits in einer Krabbelgruppe und geht bald in einer Kinderkrippe? Hier finden Sie alle Infos zur Krippeneingewöhnung.

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