10 Tipps wie Sie Ihre Kinder vor Weichmacher schützen

Kinder vor Weichmacher schützen
Bildquelle: DeymosHR|shutterstock.com
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Im Herbst 2019 ist eine neue, bislang unveröffentlichte Studie vom Umweltbundesamtes des Robert-Koch-Instituts in aller Munde. Diese untersuchten die Körper von 2.500 Kinder und Jugendliche auf Rückstände von Weichmacher, das Ergebnis ist besorgniserregend. Aus der „Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von ­Kindern und Jugendlichen 2014–2017“ geht hervor, dass elf von fünfzehn getesteten Stoffen im Urin von 97 bis 100 Prozent aller Probanden nachgewiesen wurden. Bei 20 Prozent lag die enthaltene Menge dabei sogar über den Grenzwerten – besonders betroffen sind die Jüngsten. Die starke chemische Belastung hat zur Folge, dass Langzeitschäden, wie Hormon-, Schilddrüsen-, Leberschäden oder Impotenz, nicht sicher ausgeschlossen werden können.

Mit den folgenden 10 Tipps möchten wir Sie dabei unterstützen, Ihre Kinder vor Weichmachern zu schützen.

  1. Plastik-Wasserkocher verbannen

Wasserkocher finden besonders für die Zubereitung von Babynahrung immer wieder liebgewonnene Verwendung. Wenn Sie noch keinen Wasserkocher aus Glas oder Edelstahl besitzen, sollten Sie dies schnell ändern. Besonders beim Erhitzen können sich Weichmacher und andere schädliche Stoffe aus dem Kunststoff lösen und ins Wasser gelangen.

  1. Alternativen zur Schulbrotdose

Schnell noch einen Apfel schnippeln und ab zum Brot in die stylische Brotbox mit praktischer Innenaufteilung. Klar – stylisch sind sie, keine Frage. Doch auch hier lohnt es sich bewusst darüber nachzudenken, ob eine Kunststoffdose wirklich nötig ist. Da Glasbehälter für die Kleinen (bei den oft schon schweren Schulranzen) zumeist auf wenig Anklang treffen, wie wäre es zum Beispiel alternativ mit unbeschichtetem Butterbrotpapier? Dieses kann mit dem Namen oder einer kleinen Botschaft verziert oder sogar bunt bemalt eine tolle, plastikfreie Alternative sein. Butterbrotpapier gibt es inzwischen sogar schon in wiederverwendbaren Modellen, wie zum Beispiel aus Bienenwachs.

  1. Babyflaschen aus Glas

Besonders einfach kann man auch bei Babyflaschen auf Plastik und unnötige Weichmacher verzichten. Halten Sie beim nächsten Einkauf mal die Augen nach Glasfläschen auf.

  1. Kassenzettel gehören nicht in Kinderhände

„Was soll das denn jetzt?“ werden Sie sich fragen. Doch die meisten Kassenzettel bestehen aus Thermopapier mit einer hauchdünnen Kunststoffbeschichtung. So können selbst kleinstmengen über die Haut absorbiert werden.

  1. Weichmacher im Wohnbereich

Viel früher noch können Sie bereits bei der Renovierung Ihrer Wohnung oder Einrichtung des Kinderzimmers auf vermeidbare Weichmacher verzichten. Achten Sie zum Beispiel beim Kauf von Fußbodenbelegen auf die Zertifizierung durch das Umweltzeichen „Blauer Engel“, welches Produkte kennzeichnet, die frei von gesundheitsschädlichen Stoffen sind. Dasselbe gilt für Farben oder Vinyltapeten.

Auch alltägliche Wohngegenstände sind davon betroffen. Seien es Duschvorhänge, Tischdecken oder Plastikbesteck, denn auch hier sind verstecke Weichmacher enthalten. Erkundigen Sie sich am besten direkt beim Hersteller oder greifen Sie direkt auf Holz- oder Stoffvarianten zurück.

  1. Verpacken geht auch ohne Weichmacher

So gibt es inzwischen in so gut wie jedem Supermarkt alternative Beutel und Tüten für Obst und Gemüse. Oft handelt es sich auch dabei allerdings um Kunststoffalternativen. Hier lohnt sich ein Abstecher in den nächsten Bio oder Unverpackt-Laden. Diese bieten waschbare Stoffnetze an um Ihr Obst und Gemüse sicher zu transportieren. So bieten auch die meisten Obst- und Gemüsewaagen inzwischen eine zusätzliche Taste an, bei der das Gewicht des Netzes abgezogen wird.

Dasselbe gilt für Joghurtbecher und Plastikflaschen. Greifen Sie lieber auf Edelstahlflaschen oder Glasbecher zurück. Die Edelstahlfalschen gibt es zudem mit unterschiedlichen, altersgerechten Motiven und können immer mit frischem Wasser oder dem Lieblingstee nachgefüllt werden, ohne giftige Inhaltsstoffe herauszuspülen.

  1. Kleidung ohne Weichmacher

Besonders in Fleece-Kleidung, sowie wetterfester Kleidung, wie Gummistiefel und Regenjacke, stecken Weichmacher. Greifen Sie hier lieber auf Alternativen aus Wolle oder Filz zurück. Diese sind waschbar, weniger chemisch behandelt und sorgen für ein super Körperklima. Wer dann doch nicht ganz darauf verzichten will, sollte unbedingt darauf achten, dass die Kleidung nicht mit der Haut in Kontakt kommt. Die untergezogene Kleidung sollten Sie danach umgehend waschen.

  1. Kinderspielzeug aus natürlichen Materialien

Wem erzählen wir hier etwas Neues. Doch stärken Sie Ihr Bewusstsein und das Ihrer Freunde und Verwandte für das Thema Weichmacher in Kinderspielzeug. Nicht selten landen Spielzeuge während der oralen Phase eines Kindes an Lippen, Zunge oder sogar ganz im Mund. Besonders in den ersten Jahren sollten Sie deshalb auf Spielzeuge aus Kunststoff verzichten. Versuchen Sie lieber auf Stoff- oder Holzspielzeuge zurückzugreifen, denn auch wenn diese nicht so schön blinken oder Geräusche machen, Sie werden es nicht bereuen.

  1. Staubputzen hält gesund

Hausstaub besteht aus den unterschiedlichsten anorganischen und organischen Stoffen, sowie unter anderem auch Mikroplastik. Das regelmäßige Staubputzen ist also auch für nicht Allergiker eine wichtige, wöchentliche Routine.

  1. Der „gesunde“ Schnuller

Auch hier bietet der Markt inzwischen gesündere Alternativen an. Wie wäre es zum Beispiel mit den gift- und allergiefreien Varianten aus Naturkautschuk von Goldi? Wer ganz auf die kleinen Dinger verzichten möchte, kann sich hier informieren, wie das Schnuller abgewöhnen zum Kinderspiel wird.

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